Allgemein,  Trächtigkeitstagebuch

Zeit

Es ist Zeit ein wenig die letzten Tage zusammenzufassen, damit ihr auf dem aktuellen Stand seit.

14. und 15. Januar

Heute ist so ein Tag, wie noch viele kommen werden, an dem ich vor dem blinkenden Strich des Bildschirms auf online Papier sitzen werde und so gar keinen Anfang finde, zu dem, was ich berichten mag. Es ist nicht so, dass nichts passiert, aber wo fang ich an? Und wo setze ich vielleicht ein Korn der Saat, die gar keine wird?

Natürlich hat man ein Gefühl dafür, dass Enola sich verändert. Natürlich möchte man von tiefstem Herzen, dass der Grund selbst mal 4 Pfoten hat und doch ist immer ein Funken von, was wenn du spinnst, dabei. Zweifel oder eben zu viel gesehen. So habe ich Enola zum Tierarzt geschleift und sie auf die Waage gepflastert. Vielleicht helfen erst einmal Zahlen! Denn da wir regelmäßig beim Tierarzt sind, war unser letzter Check-up noch nicht allzu weit entfernt.

Wiegen gehört dabei immer zur Grundausstattung und so stand ein Ausgangsgewicht schon mal fest. Die kleine Maus hat im Winter 700 g zugenommen. Für mich ne Menge und ich konnte sie direkt mal abtasten lassen. Alles im Rahmen wurde mir versichert und eine nette Futterempfehlung später waren wir auf unseren Runden um die Felder unterwegs. Nach Futter-Bettel-Aktionen und dann wieder Normalzustand werde ich Tag für Tag entscheiden, eigentlich wie sonst auch. 

Schon sehr verwirrend, wenn man mal kurz in einen Strudel aus Gedanken gleitet und alles infrage stellt, was bisher normal war. Sonst kann ich berichten, hat Enola Spaß an Bewegung, ist immer als erstes an der Tür, um auf gar keinen Fall vergessen zu werden. Was nicht immer möglich ist, aber sofern ich es umsetzen kann, darf sie überall dabei sein. Es hat schon einen Grund, warum ich sie als einen Schlüsselanhänger betitel. Immer dabei *lach*,  denn wenn man ihn vergisst, kann es merkwürdig werden.

16. Januar – 18. Januar

Doglive in Münster – ein Event, was auf meinem Plan dieses Jahr eine Priorität bekommen hat. Denn wenn sich alles um Hunde dreht, bin ich mit ein paar Ideen zu Welpen und Co doch da sicher auch richtig? Oder etwa nicht? 

Die Zeit vergeht recht ereignislos. Enola ist nach wie vor eine fröhliche kleine Maus mit Spaß an unseren Spaziergängen und den Ausflügen, egal wohin. Hauptsache dabei und das tut nicht nur ihr gut. Ich genieße die Zeit im Frost mit ihr und Indy extrem. Schon lange habe ich nicht mehr so viel Zeit im Gepäck, wie gerade jetzt. Vielleicht möchte ich Veränderungen ganz genau mitbekommen. Vielleicht einfach die Arbeit einmal ruhen lassen, auch wenn das hin und wieder einfach nicht geht.

Sie schläft gern in meiner Nähe, wenn ich, wie jetzt, den Schreibtisch hüte, liegt sie im Schaufenster und schlummert. Ein höheres Ruhebedürfnis habe ich noch nicht festgestellt und lege es an manchen Tagen einfach für sie fest. Es sind Aufträge da und es warten Menschen auf meine Arbeit. Langsam merke ich, wie sehr ich lieber andere Dinge machen möchte. Enola frisst normal, ergattert sich aber auch gern einen Happen auf den Spaziergängen. 

Mehr wie sonst? Manchmal habe ich den Eindruck, dass das so ist, an anderen Tagen wieder nicht. Noch 12 Tage bis zum Ultraschall. 12 Tage, wo im Körper von Enola noch viel passiert und sich einiges verändert, sollte sie tragend sein. Wir gehen einfach davon aus und bereiten langsam alles vor. Auf der Doglive war ich bei unserem Futterhersteller und ich habe mich beraten lassen, welches Welpenfutter nach der aktuellen Umstellung werksintern für Enola samt Bande passend wäre.

Ich war dezent enttäuscht, denn die Dame war unwissender als ich. Kann passieren und so werde ich den Online-Dienst noch einmal zu Rate ziehen. So lange arbeite ich vor, was ich noch erledigen muss und freue mich jetzt schon auf den Ultraschalltermin und das Ergebnis. Dieser Meilenstein gibt so vielen Dominosteinen einen Schubs, dass dann die Zeit noch schneller fliegen wird.