noch eine Woche
Exakt noch eine Woche bis zum Ultraschall und das ist die Zusammenfassung, der letzten Tage.
21. und 22. Januar
Merkwürdige Zeit, nicht nur für mich. Wenn ihr mich zu einer Aussage zwingen würdet, würde ich behaupten, Enola ist trächtig. Vieles an ihr ist so ganz und gar nicht Enola. Ihr Gang eher wie jemand, der den Gänsebraten komplett allein gegessen hat und nach Hause kugelt. Übelkeit oder Ähnliches hat sie nicht, Hunger auf jeden Fall, aber nicht übertrieben.
Die Spaziergänge werden gern gegangen und so unternehmen wir mehrere kleine Runden, anstelle einer großen. Ich muss gestehen, passt zu meinem Job im Moment auch hervorragend. Das erste Trimester von 21 Tagen ist geschafft und in den kommenden Wochen verändert sich vieles in Enolas Körper. Das merkt man jetzt schon. Den richtigen Platz zum Schlafen zu finden, damit der Bauch nicht eingeklemmt ist, scheint heute schwer zu finden.
Aber auch ich schwächel heute vor mich hin. Mein regelmäßiger Begleiter, die Migräne, steht im Moment zu oft da und nimmt mir Kapazität. Was nicht unbedingt verkehrt ist, denn so wird es hier eben einfach noch ein wenig ruhiger. So schlummern wir beide zusammen auf dem Sofa und beobachten uns gegenseitig. Mal nehme ich ihr den Platz und heute sie mir. Wir haben noch gut 8 Tage vor uns, bis der Ultraschall meine Annahme bestärkt, oder mich auf den Boden der Tatsachen zurückholt.
Inzwischen mache ich mir Gedanken um Enolas Futterplan. Was wird demnächst im Napf landen und wie viel? Wann bauen wir alles auf in Sachen Wurfbox und wird sie diese so toll empfinden, wie ich? Wie wird die restliche Trächtigkeit laufen? Was kann ich Enola zumuten und wo bremse ich sie und mich besser? Fragen über Fragen, die nach und nach ihre Antwort bekommen werden.
Für heute bleibt es bei einem Kurzbericht, denn der Kopf macht echt Probleme. Ich wünsche mir selber eine baldige Besserung und gehe noch einmal schlummern. Natürlich neben Enola, die das Sofa fast für sich allein gebunkert hat.


