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Ultraschall

Da ist er, der Tag mit dem Ultraschall…

30 Tage sind verstrichen und im Ultraschallkegel sollten kleine Blasen mit noch kleineren Herzen zu sehen sein. Wir sind im Behandlungsraum, der für den Ultraschall alles bereit hält. Ein kuschelige Decke liegt für Enola ebenso bereit, wie der Computer samt Schallkopf und der Rasierer.

Nebenan wird noch behandelt und wir haben Zeit uns an die Dunkelheit zu gewöhnen. Als unsere Tierärztin zum Ultraschall kommt, ist die Freude groß. Enolas Bäuchlein wird rasiert und das im Liegen. Sie findet es merkwürdig, aber lässt alles geduldig über sich ergehen. Der Schallkopf wird aufgelegt und eine Blase erscheint. Und zwar die, die Enola werksmäßig dabei hat.

Ich halte Enolas Kopf und streichle ihre Pfoten, die Helferin an den hinteren Pfoten tut es mir gleich und die Tierärztin sucht. Auf dem Bildschirm erscheinen anatomische Strukturen, die in meiner Welt alles sein können. Aber nicht unbedingt etwas in Richtung Welpen. Ein neuer Versuch, etwas mehr Gel auf die kahle Mitte von Enola und sie erwacht kurz. Die kleine Massage hat ihr so sehr gefallen, dass sie glatt eingeschlafen ist.

Auch dieser Versuch lässt keine Fruchtblase erscheinen. Es ist, wie es ist. Enola ist nicht trächtig. All die Hoffnung und Vorfreude bekam einen Dämpfer. Meine Vermutung lag doch richtig und so packe ich meine Hoffnung, Vorfreude und Trauer zu den Dingen, die wir für den kommenden Wurf schon vorbereitet hatten. Alles wird in das Regal für die Welpen gestellt und bis auf weiteres verschoben. Über ein Warum lässt sich wild diskutieren, Vermutungen aufstellen und das Ergebnis bleibt. Es wird keine Welpen geben.

Etwas wie betäubt gehen wir zum Auto und meine Freundin empfängt mich mit einem Lächeln. Nimmt mich in den Arm und drückt mich. Natur hat immer das letzte Wort und recht hat sie. Ich bin einerseits traurig, weil mein Traum in der Warteschleife hängt. Andererseits auch erleichtert, denn es geht Enola gut und wir haben eine Zeit des Reisens vor uns. Was mit Trächtigkeit ein wenig anders geplant worden wäre.

Zur Zucht gehört auch dieser Teil. Einer der Teile, die schmerzhaft sind, aber dazu gehören. Aktuell weiss ich nicht, ob wir im Herbst einen neuen Versuch unternehmen. Da Enola immer gut 9 Monate zwischen den Läufigkeiten hat. Ich schließe das Trächtigkeitstagebuch schneller als ich es erwartet hätte, aber es ist, wie es ist.

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